Sonntag, 4. Mai 2014

Beinwell- ein wahrer Schatz im veganen Garten

Da ich versuche, möglichst wenig Dünger oder Bodenhilfssstoffe zu kaufen, ist Beinwell ein echter Gewinn- besonders im bioveganen Garten! Eigene Ressourcen  zu nutzen, wo es möglich ist, finde ich sinnvoll. So ist es eher ein Leben mit - nicht eins von der Natur! Und es ist sowieso manchmal eine Odyssee, rein pflanzliche Düngemittel im Handel zu finden.
Beinwell, auch genannt Comfrey, Bienenkraut, Beinwurz oder Wallwurz ist nämlich vielseitig verwendbar. Einmal als Dünger in Form von Pflanzentee, sowie Beinwellschnitt oder ganze Blätter als Mulch. In der Pflanzenheilkunde werden die besonders wirkstoffreichen Wurzeln vielfach verwendet, meist in Form von Salben.
Der vegane Garten- Beinwell
Hummel an Beinwellblüte
Nicht zu vergessen, kann man die Beinwellblätter- allerdings nur in geringen Mengen-essen. Die frischen Blätter enthalten sehr viel Eiweiß. Es gibt Rezepte, wo Beinwellblätter in Teig eingebacken oder zum Umwickeln genutzt werden. Früher wurden sie in Österreich auch dem Tabak beigemischt. Ganz besonders interessierte mich die Verwendung im Garten als Kompostbeschleuniger. Wie im  letzten Post schon beschrieben.
Ich hatte aus dem Grund Beinwell angepflanzt, und dann erst entdeckt , dass es an anderer Stelle schon welchen im Garten gibt! Wenn man sich mit einer Pflanze erst einmal beschäftigt hat, erkennt man sie immer wieder. Bei einem Spaziergang sah ich dann gleich große Beinwell- Pflanzen an einem Bach.
Ganz besonders gefreut hat mich, dass der angebaute gut angewachsen ist und so wunderschöne Blüten bekommen hat. Ganz viele Hummeln summen um sie herum! 
Man kann Pflanzentee- oder jauche aus der Pflanze herstellen. Damit kann man verdünnt giessen. Vor allem Fruchtgemüse ( Paprika, Tomaten, Zucchini) freut sich über diesen mineralstoffreichen , besonders kalihaltigen Dünger.

vegan düngen mit Beinwell
Das in Beinwell enthaltene Kalium ist gut für die Fruchtbildung

Biovegan gärtnern
Die Mineralien der Blätter werden durch das Verjauchen an das Wasser abgegeben
Ganze Blätter habe ich einfach auf die Pflanzlöcher von Feuerbohnenwurzeln und Stachelbeeren, sowie neben die Japanische Weinbeere gelegt. Ein Mulch, dessen Wirkstoffe langsam in den Boden übergehen. Den Kompost habe ich mit Beinwellschnitt angereichert. Ich habe diese wunderbare Pflanze selbst erst vor ein paar Jahren neu entdeckt, und finde sie sollte in keinem Garten fehlen!