Dienstag, 1. August 2017

Bio- vegan Gärtnern im August

Im August ist auch im bio-vegan bewirtschafteten Garten viel leckeres Fruchtgemüse erntereif. Tomaten und Paprika, Zucchini und Kürbisse wachsen und gedeihen prächtig mit rein pflanzlichem Dünger. Zucchini – sie zählen übrigens auch zu den Kürbisgewächsen- hatte ich dieses Jahr grüne, gelbe und runde Sorten gepflanzt. Die runden Zucchini eignen sich übrigens besonders gut zum Füllen! In meinem ersten Gartenjahr lernte ich u.a. Folgendes dazu : Alle meine Zucchinipflanzen blühten um die Wette. Jeden Tag neue wunderschöne gelbe Blumenkelche. Bis ich merkte, dass sich kaum Früchte zeigten. Während sich in meiner Nachbarschaft und im Social Media die Berichte über eine Zucchinischwemme und damit Rezepte für Zucchinipuffer, Zucchini süß sauer eingelegt, Zucchinispaghetti u.v.m. häuften. Ich durchforstete Foren. Zucchini gehören zu den Starkzehrern und brauchen somit besonders viele Nährstoffe. Man sollte sie nicht nur beim Einpflanzen mit Kompost versorgen, sondern auf jeden Fall weiterhin düngen.



Dazu eignet sich Brennnesseldünger. Auf keinen Fall die Blätter damit begießen. Auch Kürbisse und Tomaten brauchen immer mal wieder eine Düngung. Verdünnte Beinwelljauche oder veganen Dünger aus dem Handel kann man ebenso verwenden! Es hat geklappt:  Innerhalb weniger Tage nach der Düngung zeigten sich die ersten Früchte. Zucchini mögen auch sehr , wenn sie  regelmäßig gegossen werden, am Besten mit lauwarmen Regenwasser. Zu Zeiten der Fruchtbildung benötigen Zucchini Kalium-dies ist im Beinwell enthalten, also dünge ich ich die Pflanze besonders oft  mit der verdünnten Beinwelljauche.
Zucchini im veganen Garten
Zucchini im Hochbeet

Zucchini blüht
Vegan gärtnern: Zucchini
Für die Zucchini in der veganen Küche gibt es viele Rezepte, zur Abwechslung mal als Inspiration eines für die Blüten:

 

 

Veganes Gartenfee-Rezept: Gefüllte Zucchiniblüten

Zucchiniblüten ganz leicht mit Wasser abbrausen. Gekochten Reis (man rechnet pro Blüte mit ca. 2 EL Reis) mit Zwiebeln, Kräutern und Frühlingszwiebeln in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten. Salzen, pfeffern und auf kleiner Hitze köcheln. Mit dieser Mischung die Zucchiniblüten füllen und die Blütenblätter leicht zusammenlegen.In einem Kochtopf stapeln und mit Wasser aufgießen, nicht bedecken! Die Blüten mit etwas Olivenöl beträufeln und das ganze aufkochen lassen. Dazu passt Sojayoghurt mit Kräutern aus dem veganen Garten und Baguette.
 Sehr lecker!


Nach einer Düngung mit Beinwelljauche kam auch der erste Hokkaido-Kürbis zum Vorschein.


Kürbispflanze
Kleiner Hokkaido
Den Tomaten ist die Mischkultur mit Kapuzinerkresse und das Düngen mit Brennesseljauche ebenfalls sehr gut bekommen.
In Erntelücken und wo noch Platz ist, pflanze ich im August Grünkohl  – ein wunderbares, gesundes Wintergemüse. In das Beet arbeite ich vorher Kompost ein, auch Kohl ist ein Starkzehrer und freut sich über den guten Humus, der dadurch ensteht! Grünkohl entwickelt sich sogar unter Schneeschichten und lässt sich bis tief in den Winter hinein ernten. Man sollte beim Pflanzen mindestens 30 cm Abstand halten, weil Grünkohl grosse Blätter bekommt, die weit abstehen. Noch sind die Pflänzchen ganz klein. Ich freue mich schon auf die ersten veganen Gerichte mit Grünkohl!
Grünkohlpflänzchen



Mein Hochbeet im August :-)

Mittwoch, 19. Juli 2017

Aus Alt mach Neu [und wunderschön] - Pflanztisch selbstgebaut

 Pflanztisch Marke Eigenbau


Hier in unserer WG wohnt wunderbarerweise ein Tischler, der super-gerne werkelt.
Neben seinem Job hat dieser fleißige Mensch noch die Energie, in seiner Freizeit Schönes und Praktisches selbst herzustellen.

Upcycling oder aus 'Alt mach Neu'

Vor einer Woche schreinerte er nun diesen Pflanztisch aus Materialien, die einfach weg geschmissen werden sollten. Das gute Stück besteht aus alten Paletten, die er geschliffen, sowie aus Korkresten von einem Baumarkt, mit welchen er die Schubladen ausgekleidet hat.

Die Form durfte ich mir vorher  aus "ergoogelten" Beispielbildern auswählen.
Das Schöne ist, finde ich,  nicht nur das Äussere, sondern auch, dass der Tisch ganz aus Resten gebaut ist. Jetzt wollte ich ihn noch farbig anstreichen, was ich übrigens wahnsinnig gern mache.
Habe Hin und Her überlegt: vielleicht sieht so auf "shabby chic" gut aus ? Oder so Kreidefarben,  altweiß, oder hellblau?
Meine Wahl fiel auf trockene Pigmente von Kreidezeit, mit denen ich schon meine Wände hier -vermischt mit veganer Lehmfarbe- getüncht hatte.
Die Pigmente sind ungiftig, vegan und natürlich.
Vermischt habe ich sie mit Leinölfirniss. Das ist pures Leinöl dem rein pflanzliche Stoffe beigemengt werden, die es schneller trocknen lassen.
Auch das wurde in völlig ungiftiger, bleifreier Version gekauft. Spannend war dann noch, ob es sich gut mixen lässt, da ich da noch keine Erfahrungswerte hatte. Im Internet und auf der Seite des Anbieters fanden sich keine Infos zum Mischen mit Leinölfirniss -nur Beschreibungen, dass die Pigmente mit Hartöl gemischt werden können. Doch es hat alles wunderbar geklappt! So sieht der Tisch nun aus:
Pigment spinellmint (vegan)
Und da ich ihn als reinen Pflanztisch zu schade finde, wird er als Aufbewahrungsmöbel verwendet. Dort räume ich Kräuter, Saaten, Etiketten, Gläschen - halt alles was sich so an "off Garten" Sachen :-) ansammelt, ein . Auch die Gläser für vegane Ringelbumensalbe und die Stoffe für Kräuterkissen werden in einer der Schubladen aufbewahrt.
So ist dieses Stück, wie ich finde, innen und außen schön geworden.
Über so etwas kann ich mich viel mehr freuen als wenn ich es in einem Möbelhaus gekauft hätte. Auch alte Möbel vom Sperrmüll lassen sich wunderbar umwandeln.
                                            Probiere es doch mal aus-es macht echt Spaß!
Was macht die denn da drinnen ? Und warum dürfen wir da heute nicht rein?

Dienstag, 11. Juli 2017

Vegan Gärtnern: die Mischkultur, eine effektive und dabei tierfreundliche Methode

Wer kann gut mit wem?

Bestimmte Pflanzen “können” gut oder nicht miteinander, bzw. schützen, unterstützen sich gegenseitig oder das Gegenteil. Das ist gleichzeitig eine sanfte und vegane Methode, um die Pflanzen optimal zu schützen. Übrigens bio -vegan, dass heißt ganz ohne Gifte und ohne „Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen“.



Hier ein paar Beispiele:
kapuzinerkresse und tomaten1
Tomaten und Kapuzinerkresse

Bohnenkraut zwischen Bohnen
Bohnen und Bohnenkraut

Gute Nachbarschaft der Pflanzen



Dieses Gemüse

Blumenkohl 
verträgt sich gut mit


Endivie, Salat, Sellerie


Buschbohnen Bohnenkraut, Endivie, Salate, Radieschen
Eissalat Lauch, Sellerie
Erbsen Fenchel, Möhren, Radieschen, Rettich, Salate, Sellerie
Erdbeeren Knoblauch
Kohlrabi Rote Bete, Salate, Sellerie, Spinat, Zwiebeln
Mangold Bohnen, Möhren, Radieschen, Rettich, Salate
Möhren Endivie, Erbsen, Knoblauch, Salate. Zwiebeln und Lauch (Schutz gegen Möhren- und Zwiebelfliegen) und Dill (Geschmack)
Porree (Lauch) Endivie, Kohl, Kohlrabi, Möhren, Sellerie
Rosenkohl Lauch, Sellerie
Rote Bete Bohnen, Kohl, Kohlrabi, Zwiebeln
Salate
Borretsch , Dill, Kerbel, Fenchel, Möhren, Radieschen, Rettich,

Sellerie Blumenkohl, Brokkoli, Kohl, Kohlrabi, Lauch, Tomaten
Spinat Chinakohl, Grünkohl, Kohlrabi, Radieschen
Wirsing Lauch, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Tomaten
Tomaten Kapuzinerkresse und Kresse, Petersilie, Zwiebeln, Basilikum.
Zucchini Mais, Rote Bete, Tomaten

Freitag, 16. Juni 2017

Bio-vegan Gärtnern im Juni

Ein paar sonnige Tage und alles wächst und gedeiht. Der Juni ist ein Monat, in dem all die vorherigen „Gartenmühen“ belohnt werden. Täglich entdecke ich neue Pflanzen im Garten. Die Bohnen spriessen, die Kräuter duften und der Kohlrabi -noch vor Kurzem waren es ganz kleine Pflänzchen- ist bald erntereif!
Der wunderhübsche Beinwell blüht und wird von Hummeln umringt. Auch das Johanniskraut blüht und die erste Ringelblume traut sich vorsichtig gegen Ende Juni heraus. So habe ich für diesen Monat vor allem den Tipp, den Garten einfach einmal mit allen Sinnen zu geniessen.
An Arbeiten fallen viele kleine Dinge an, etwa das Tomaten „ausgeizen" , immer wieder Salat zu säen und die Pflanzen -idealerweise am Morgen-regelmässig zu gießen.

Erste Ringelblume im Juni



Knackiger Salat für die vegane Küche
Konventionell angebauter Salat weist oft einen enormen Pestizidgehalt auf, darum baue ich ihn besonders gern selbst bio-vegan an.

Im Beet habe ich Lollo Rosso Salat, und auch in die Blumenkästen säe ich statt Geranien Wildblumen für die Insekten oder eben Salate, etwa Asiasalat und grünen Pflücksalat. Dort ist es schneckensicher, und wenn man ein paar Blätter oder das Herz stehen lässt, dann wachsen einige Salatsorten immer wieder nach.
Beinahe täglich ernten wir nun knackig frischen Salat aus dem Garten.
Unkompliziert ist auch der Rucola, zudem ist er sehr schnell erntebereit. Sehr lecker schmeckt er auf veganer Pizza.

vegan gärtnern
Salat und Wandelröschen
Salate im Beet
Knackige Ernte
Anfang Juni habe ich Pflanzenjauchen, u.a.  aus Brennnesseln neu angesetzt -das ist ein natürlicher veganer Dünger direkt aus dem Garten! Es geht sehr einfach , hier kann man es nachlesen. Ausserdem empfiehlt es sich, zwischen den Gemüsereihen mit Grasschnitt, Heu oder Stroh zu mulchen. Das Mulchen sorgt für einen fruchtbaren Boden durch Humus und schützt den Boden vor Austrocknung.
Hinweis für die Tiere: Um diese Zeit sind Jungvögel unterwegs, bitte beim Rasenmähen aufpassen. Die Tonnen, Eimer und Bottiche immer ( nicht nur um diese Jahreszeit) abdecken, denn Jungvögel, Eichhörnchen und andere Tiere können darin sonst ertrinken!
Pak Choi im Blumenkasten
Pak Choi im Kasten
Pak Choi- toll als Salat oder Wokgemüse

Mittwoch, 31. Mai 2017

Blüten im Garten Ende Mai

Blüten im Maigarten
Das und vieles mehr blüht gerade so schön im Garten.
Von li. nach re. : Storchschnabel, Holunder, Leimkraut, Wildrose( rosa), Beinwell, Wildrose (weiß), Margerite,Frauenmantel

Da passt dieses Zitat wirklich gut :
"Blumen sind das Lächeln der Erde."
Ralph Waldo Emerson
Amerikanischer Schriftsteller (1803 - 1882)

Donnerstag, 4. Mai 2017

Wozu ein bio-veganes Gartenbuch , und wie geht das überhaupt, das vegane Gärtnern ?


biovegan gärtnern und peaceful gardening

Ein kurzes Interview
auch nachzulesen beim Bund für vegane Lebensweise :

Da wir vom BVL gerne gärtnern, haben wir Susanne Heine – der Autorin des Gartenbuches peaceful gardening – Fragen zum veganen Garten gestellt:


1. Welche Lücke schließt deiner Meinung nach ein bioveganes Gartenbuch?

In handelsüblichen Düngemitteln findet man tierische Produkte wie Haarmehle u. Knochenmehle,  die nicht deklariert werden müssen. In den Büchern über das Biogärtnern stößt man immer wieder auf die Empfehlung, diese Düngemittel oder auch Hornspäne zu verwenden. Hornspäne sind übrigens nicht nur aus Hörnern, sondern größtenteils aus den Klauen der getöteten Tiere und können ganz leicht durch pflanzliche Stoffe ersetzt werden!
Zudem liest man selbst in sehr achtsamen Gartenbüchern, die von einem naturnahen Garten handeln, immer wieder Tipps, wie man beispielsweise Schnecken tötet und Fallen für Mäuse aufstellt.
Ein rundherum tierfreundliches Bio-Gartenbuch hat gefehlt, finde ich.


2. Was hältst du davon Regenwurmfarmen anzulegen, Laufenten zu halten oder bestimmte sogenannte Nützlinge anzuschaffen, die dann andere Insekten töten (welche an unser Gemüse wollen) ?
Eine ausgeprägte “Nützlinge” gegen “Schädlinge” Strategie, also bestimmte Tiere anzuschaffen um andere zu vertreiben, halte ich für kurzsichtig. Ich bin eher ein Vertreter des behutsamen Gärtnerns und außerdem habe ich als (ethisch motivierte) Veganerin die Einstellung, dass kein Tier auf der Welt ist, nur um eliminiert oder für unsere Zwecke gehalten zu werden. Auch Laufenten zu halten, damit sie Schnecken vertilgen, widerspricht diesem ethischen Gedanken.
Okay wäre es, wenn ich – wie ein Lebenshof – befreite Enten habe, oder, wenn ich im Garten Lebensräume für freie Tiere schaffe. Letztendlich möchte ich aber nicht so viel eingreifen und die Natur machen lassen, denn sie balanciert sich so gut von selbst aus, das kann man sehr gut in einem bioveganen Garten beobachten, jeden Tag. Ich habe auch Rezepte für Pflanzenschutzmittel im Buch, diese werden jedoch nur vorbeugend genutzt, zum Beispiel wird ein Sud aus Kapuziner Kresse auf das Beet gesprüht , um Schnecken fernzuhalten.


3. Wie bist du an die Sache herangegangen und erntest du auch viel in deinem tierfreundlichen Garten?
Ich habe nach sanften Methoden gesucht und diese ausprobiert. Wie zum Beispiel das Mulchen oder das Düngen mit Beinwelljauche. Außerdem schätze ich die Mischkultur, sie ist sehr effektiv, denn Pflanzen schützen und unterstützen sich gegenseitig – ganz ohne Chemie und dabei gewaltfrei. Und ich habe mich im Handel nach veganen Düngemitteln , sowie nach veganer Blumenerde umgeguckt, und auch herausgefunden, wie ich sie selbst mische.
Nach 6 Jahren Erfahrung kann ich sagen: das friedliche, biovegane Gärtnern funktioniert, ich ernte auf diese Weise jedes Jahr einiges an Gemüse, Obst und Kräutern!
Ernte im bioveganen Garten von Susanne Heine
Ernte im bioveganen Garten

Pressemeinung zum Buch:
„Das biovegane Gartenbuch –peaceful gardening– liest sich wie ein schöner Erlebnisbericht. Veganerin Susanne Heine erzählt, wie man allein mit Pflanzenkraft wunderbar gärtnern kann, was die Symbiose mit freilebenden Tieren bewirkt und welche Blumen, Beeren, Kräuter und Gemüse sich für den bioveganen Garten perfekt eignen.“ A. Ringhofer **Maxima**

Donnerstag, 27. April 2017

Biovegan Gärtnern : Wie befülle ich mein Hochbeet?

So befülle ich als Veganerin- die keine Schlachtabfälle oder Tiermist als Dünger verwendet- das Hochbeet :

Meine Hochbeet-Füllung besteht aus 4 Schichten

  

Letztes Jahr haben wir ein Hochbeet gebaut, hier berichte ich davon.
Es ist 2 m lang, 1 m breit und 95 cm hoch, wovon 65 cm befüllbar sind ( es steht auf 6 Holz- Füßen)
Als erstes habe ich eine Schicht Gartenabfälle eingefüllt.
Diese 1.te Schicht ist ca. 20 cm hoch und beinhaltet:
Äste, viel Laub ( kein Walnussbaum- Laub, das hat scharfe ätherische Öle und ist nicht geeignet), Holzhäcksel, Zweige, Grassoden, eben Grünabfälle jeglicher Art.
Hochbeet im veganen Garten
Befüllung mit Humus vom Kompostwerk

Darauf  habe ich die 2.te Schicht gepackt, sie ist aus  ca. 20 cm. Gartenerde, teils auch von " unseren" :-)  Wühlmaushügeln, diese habe ich großzügig mit halbreifen und grobem Kompost gemischt. Im Hochbeet sollen ja auch lange die Nährstoffe enthalten sein.

Die 3.te Schicht ist ca. 10 cm hoch und besteht in meinem Hochbeet aus Humus vom Kompostwerk- nach dem nächst gelegenem habe ich gegoogelt. Der Humus von dort ist üblicherweise  rein pflanzlich! (Ich frage trotzdem immer nach.)

Die 4. Schicht ist auch ca. 10 cm hoch und ist aus reifem feinen Kompost.
Diese wird bepflanzt und dann auch im nächsten Jahr wieder aufgefüllt.

Alternativen:
Wer nicht soviel Kompost zur Verfügung hat, für die /den ist zum Beispiel  rein pflanzlich aufgedüngte Hochbeeterde von Dehner eine Option. Mittlerweile gibt es Bio Pflanzerde, torffrei und vegan sogar bei Rewe.
Sie ist auch pflanzlich aufgedüngt und hat die Aufschrift " ..auch für Veganer geeignet."

Ich freue mich darüber, denn das zeigt mir:  veganes Gärtnern wird salonfähig & kommt so langsam in den Köpfen an. :-)

Noch eine gute Möglichkeit ist es, den Humus/Erde vom Kompostwerk auch als letzte ( 4. te )Schicht einzufüllen und diese mit etwas Maltaflor, Ackerbohnenschrot oder Phytoperls aufzudüngen. Ich mische das immer nach Gefühl darunter, schätzungsweise im Verhältnis 1/10.
Gemüse aus dem biovegan befülltem Topf & Hochbeet

Letztes Jahr bin ich damit sowas von gut gut gefahren, mein Hochbeet war voller Gemüse,  Kräuter und auch Blumen haben nicht gefehlt. Ich hatte eine Purpurwinde in das Hochbeet gepflanzt.
purple flower - morning glory

Dieses Jahr habe ich die oberste Schicht wieder mit Humus vom Kompostwerk aufgefüllt, leicht gedüngt mit Maltaflor Dünger ( weil ich davon noch so viel habe) , und erstmal gegossen und 2 Wochen gewartet. Nun werde ich u.a. viel Salate ( Mittelzehrer )dort pflanzen, denn im ersten Jahr hatte ich auch Starkzehrer wie Zucchini darin. In diesem kurzen , wie ich finde, schönen Film über meinen Garten der Sendung MDR Garten lässt sich unser Hochbeet samt biovegan angebautem Gemüse sehr gut sehen:http://www.mdr.de/mdr-garten/gartenpraxis/biovegan-100.html
Oder hier gleich direkt  zum Video :
http://www.mdr.de/mdr-garten/gartenpraxis/video-97014.html

Hochbeet noch ohne Bodenlatten
Hier möchte ich einmal genauer zeigen, wie der Boden des Hochbeetes gebaut wurde:
Hochbeet mit Boden und Querleiste
Hochbeet

Sonntag, 9. April 2017

Biovegan Gärtnern- Der Garten im April

Die ersten warmen Frühlingstage sind da. Eine gute Zeit, den Boden des Gartens vorzubereiten, beispielsweise, indem man Kompost einarbeitet. Um die eigene Scholle genau kennen zu lernen , sollte man vorab eine Handprobe machen. Grob gesehen gibt es drei Arten des Bodens, Sand, Lehm- und Tonboden:
der biovegane garten susanne heine
Sanfte Bodenbearbeitung mit dem Grubber
Ideal ist der Lehmboden, er ist feucht, leicht krümelig und es sind viele Regenwürmer zu sehen.

Der leichte Sandboden ist durchlässig, gibt Wurzeln wenig Halt, auch können leichter Nährstoffe aus ihm ausgewaschen werden. Man erkennt ihn daran, dass die Körner aus der Hand rieseln. Er kann mit Kompostzugaben, durch Mulchen, Gründüngung, und beispielsweise dem Zufügen von Lehm oder Betonit verbessert werden. Bentonit ist ein Bodenhilfsstoff aus Tonmehl, das zu kleinen Klümpchen zusammengepresst wird. Es gibt dem sandigen Boden Struktur und verbessert die Wasserhaltefähigkeit.
Einen schweren Boden erkennt man daran, dass er sich kneten und formen lässt. So ein verdichteter Tonboden lässt die Nährstoffe nicht gut zirkulieren. Man kann ihn durch Sand und häufige Lockerung verbessern.
Auch den ph Wert des Bodens kann man testen lassen.
Es gibt Testsets mit Karten und einem Pulver , man lässt dann bei einem Institut auswerten. Dafür sendet man mehrere Bodenproben ein. Adressen dazu gibt es im Internet. Die Tests sind in Gärtnereien erhältlich, oder über einen Versand.

Erster Frühlingsalat aus dem Garten

Salat selbst angebaut
Frühlingssalat


Ab Mitte April, wenn es etwas wärmer ist, kann Salat angepflanzt werden. Als Frühlingssalate sind grüner und roter Eichblattsalat und Kopfsalat geeignet. Radieschen passen gut als Mischkultur daneben. Salate kann man wochenlang ernten. Pflücksalate wachsen nach, wenn man das Herz stehen lässt und Schnittsalate bilden neue Blätter.

Kräuter & Blumen im Garten und auf dem Balkon

Kräuter auf Balkon S.Heine
Salat und Kräuter
Nach dem letzten Frost kann man beginnen, einen Kräutergarten anzulegen. Die Beete sollte man gut vorbereiten, Beikraut entfernen und den Boden lockern. Kräuter lieben einen sonnigen Standort. Beim Düngen gilt: “oft ist weniger mehr”.

Man kann sie auch wunderbar auf dem Balkon anbauen. Sehr hübsch finde ich es, Blumen mit Kräutern zu mischen. Letztes Jahr hatte ich Gänseblumen und Dill, sowie Petunien und Majoran in einem Kasten.( siehe Fotos)
Petunien und Kräuter S.Heine
Petunie und Majoran


Wer Kräuter als  Pflanzen kaufen möchte, sollte das am besten in Bioläden oder Gärtnereien tun und darauf achten, dass die Pflanzen gesund sind. Ruhig etwas aus dem Topf ziehen und sich die Wurzel anschauen, ist sie weiß und durchzieht den ganzen Ballen, ist es eine kräftige Pflanze. Nach dem Kauf direkt in einen größeren Topf umtopfen.

Wer Kräutersamen direkt ins Freiland säen möchte, kann einfach auf den Saat-Tütchen schauen, wann jeweils der richtige Zeitpunkt dafür ist.
peaceful gardening
Ringelblume

Für den Blumen-Kräutermix eignen sich besonders Ringelblumen ( Calendula). Sie lassen sich schon im April ins Freiland oder in Balkonkästen säen. Die leuchtenden gelben Blumen sollten in keinem Garten fehlen, ausserdem sind sie pflegeleicht und wachsen immer wieder nach.

Die Blüten sind essbar und es lassen sich u.a. Tinkturen und biovegane Hautsalben daraus machen. Sie sind gut für den Boden, da sie Fadenwürmer fernhalten.

Und Insekten lieben sie auch!
Die meisten Kräuter mögen die Wärme, es gibt auch welche die überwintern, z.B. Rosmarin und Lavendel. Praktisch ist es, diese in Kübel zu pflanzen und im Winter bei langanhaltenden Frostperioden reinzuholen.



Wenn es warm ist, kann man die Kübel wieder rausstellen, am besten an eine Südwand oder ein geschützes sonniges  Plätzchen. Oder im Garten eine Kräuterspirale anlegen! Und auf dem Balkon angebaute Gewürzkräuter sind besonders praktisch-so kann man sie ernten und schnell , ganz frisch in der veganen Küche verwenden.
Beispielsweise Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Thymian, Lavendel, Majoran, Dill und Rosmarin. Kräuter mögen es durchlässig und nicht zu nährstoffreich.

Dafür nehmen wir eine Mischung Torf-freie Blumenerde, Sand und ganz wenig reife Komposterde o. etwas veganen Dünger. ( gibts im Bioladen oder es eignen sich Phytoperls !
Dazwischen macht man eine Drainage aus Tonscherben oder Kies.

Wer liebt nicht den Duft von Lavendel und die Würze von Rosmarin? Kräuter sind in der veganen Küche eine echte Bereicherung.
Rosmarin Focaccia

Rezept für Rosmarin-Focaccia:

  • 20 g  frische Hefe ( oder 1/2 Tütchen Trockenhefe )
  • 250 g Mehl
  • 1 Prise Rohrohrzucker
  • 150ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 Tl Salz
  • 4 El Olivenöl ( Bio)
  • 1 El feingehackter Rosmarin
  • 1 El Rosmarinnadeln
  • 1 Tl grobes Meersalz
Hefe und Zucker mit 2 El lauwarmem Wasser mischen. Das restliche Wasser unterrühren-die  Mischung für 10 Minuten beiseite stellen. Das Mehl in einer Schüssel mit dem Salz, Olivenöl, dem gehackten Rosmarin und der Hefemischung  mischen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 5  Minuten leicht kneten. Mit einem Tuch zudecken und 45 Minuten gehen lassen-sollte doppeltes Volumen bekommen.
Den Backofen auf 200 Grad vorheizen, Teig nochmal kräftig durchkneten und zu einer Kugel formen.
Diese zu einem ungefähr 2 cm dicken Fladen drücken.
Mit dem restlichen Olivenöl bestreichen, mit Rosmarinnadeln und groben Meersalz bestreuen und ca. 20 Minuten backen.

Sehr lecker zu Tomatensalat.  
Tipp: Mit Ofengemüse zauberst Du daraus ein komplettes veganes Hauptgericht !

Ich habe ein einfaches  Kräuterbeet angelegt, das schon von weitem duftet !
Als biovegane Gärtnerin probiere ich weiter viel aus und merke, dass man durch das Beobachten am meisten über den Garten lernt.
Mirabellenblüte <3
**Nun ist aus diesen Erfahrungen ein Buch geworden:  peaceful gardening.


Mittwoch, 5. April 2017

Montag, 3. April 2017

Sonntag, 20. November 2016

Kräuterkissen mit Kräutern aus dem bio- veganen Garten

Viele Kräuter aus meinem Garten verwende ich zum Würzen von veganen Gerichten, mache Blüten - und Kräutersalze damit, oder probiere Teemischungen aus. Dieses Jahr hatte ich reichlich davon getrocknet und so kam ich auf die Idee, mal wieder Kräuterkissen zu nähen.
Aus dem veganen Garten
Die Mischungen sind rein nach Gefühl entstanden, die Kissen haben u.a. getrockneten Ananassalbei, Melisse, Frauenmantelblüten, verschiedene Minzsorten ( Apfelminze , Speerminze ), winzige Oreganoblüten, Salbei, Thymian, getrocknetete Ringelblumen, Kapuzinerkresseblüten und den Klassiker Lavendel in der Füllung.
Jedes duftet anders.
Bei manchen habe ich ganze Blätter verwendet, so dass sie knistern, ein paar duften so frisch und stark nach Minze, das man richtig durchatmen kann, andere wirken eher angenehm beruhigend.
Hat mir sehr viel Spaß gemacht, vielleicht gerade, weil ich total selten Handarbeiten mache. :-) Jetzt habe ich schöne kleine Mitbringsel für liebe Menschen!