Sonntag, 3. Februar 2013

Mein bioveganer Garten


bio veganer Garten
Happy vegan garden




Kommt dir das bekannt vor ?

In meinem dritten Gartenjahr fühle ich mich, als wäre ich schon immer am Gärtnern gewesen. Ich schnuppere Frühlingsluft und schaue, was man denn jetzt schon so machen kann im veganen Garten.Viel zu tun gibt es Anfang Februar noch nicht, aber ich könnte schon mal die Terrakottatöpfe reinigen. Am besten legt man sie in die Regentonne, wenn man eine hat. Das weiche Wasser weicht die Kalk- und Moosablagerungen auf. Dann braucht man nicht so zu schrubben und zu bürsten.
Der Lavendel kann bald wieder rausgestellt werden


Einige Kübel und Töpfe dümpeln jetzt erstmal in einer alten, mit Regenwasser gefüllten Zinkbadewanne. In die pflanze ich anschliessend Salate!
Zinkbadewanne mit Vlies und erstem Salat 


der vegane Garten
Kohlrabipflanzen biovegan gedüngt
Aha, also ein bioveganer Garten.  
Gibt es eine Besonderheit an diesem Gemüsegarten? Er wird von mir nach biologischen und gleichzeitig veganen Gesichtspunkten bewirtschaftet, es ist also ein bio- veganer Garten.  
Erstmal denken viele, wieso, Pflanzen sind doch sowieso vegan
Tja... aber schon mal viele Düngemittel sind es nicht. Die tierischen Inhaltsstoffe wie Horngriess müssen nicht deklariert werden und verstecken sich meistens hinter der allgemeinen Bezeichnung:" NPK"-organischer Dünger
Auch die Blumenerde wird damit angereichert ,bzw. somit für Veganer unbrauchbar gemacht !
In einem Buch über den Biogarten entdeckte ich wertvolle Tipps, aber dann ist auch gleich wieder von Düngemitteln mit Knochen- und Blutmehl , sowie Hornspänen -nur im Fall von Bio nicht aus der Massentierhaltung- und gruseligen "Schädlings"bekämpfungstrategien die Rede.

Da ist mir erst wirklich bewusst geworden, dass ja unser Gemüse, dass wir so gern essen, so gesehen nicht vegan ist. Keine schöne Vorstellung, wenn man weiß, dass es etwa mit Fischmehl, Haarpellets usw. gedüngt wurde. Aber wir leben nun mal in einer ziemlich unveganen Welt. Doch- es gibt sogar biovegane Landwirtschaft: In GB schon seit 1996 und auch in Deutschland gibt es biovegane Höfe. Diese zukunftsfähigen Betriebe-und ich habe einen besichtigt-halten keine Tiere, verwenden keine Dünger aus Exkrementen, sowie natürlich keine Düngemittel mit tierischen Bestandteilen.

Wie gut, dass ich mein Gemüsebeet habe.  

Vegan gärtnern ist anfangs eine Herausforderung.Ich habe nach sanften Methoden Ausschau gehalten und diese ausprobiert. 
Da gibt es altes Gartenwissen und wunderbare Arbeitsweisen aus der Permakultur! 
Auswahlkriterium:
Alle Methoden, die Tieren nicht schaden, welche die Vielfalt fördern, und den Boden schonen, haben eines gemeinsam: sie passen zu (m)einem veganen Garten.
Gleich im ersten Jahr habe ich einen Kompost angelegt. Dort schichte ich Gemüseabfälle, dann wieder eine Schicht Äste zum Lockern, Gras, Kaffeemehl und auch Holzasche ( keine Brikett-Asche verwenden). Es ist ein rein pflanzenbasierter Kompost bei mir, da ich in einem veganen Haushalt lebe, sind noch nicht mal Eierschalen in ihm zu finden. Der Kompost sollte weder zu trocken noch zu feucht und matschig werden. Die Luft muß noch zirkulieren können. Da bekommt man recht schnell ein Gefühl für, finde ich!
Also für das sogenannte Gärtnergold , eben für einen Kompost zu sorgen, das ist auch schon eine Sache, die man im ganzen Jahr für den veganen Garten tun kann. 
Da wusele ich in meinem ersten veganen Garten herum
Wann kann ich denn nun  "loslegen"? 

Ein Garten lehrt Einen auch Geduld. Und so richtig loslegen mit der Gartenarbeit kann man jetzt noch nicht. Doch nun ist Zeit, um sich zu überlegen, was man dieses Jahr anpflanzen und genießen möchte.
 Ich trage gerade zusammen , was es an bioveganen Düngemitteln gibt, die im Handel erhältlich sind. Was aber noch viel wichtiger ist, lerne ich weiter alles über die sanftesten Methoden der Bodenbearbeitung. Und wie man mit Gaben von Kompost und Mulchschichten dafür sorgt, dass der Boden fruchtbar und lebendig ist und bleibt.
 Darüber werde ich regelmässig in diesem Blog berichten. Ich denke, dass viele wertvolle Tipps für vegane Gärtner *innen zusammen kommen.
Tomatenhaus
Tomatendach und Kohlrabireihe in meinem ersten veganen Garten
Können auch Anfänger schon richtig viel im veganen Garten ernten?

Wir ernteten schon in meinem ersten richtigen Gartenjahr- in Bayern hatte ich nur ein handtuchgrosses Beet- Basilikum Kohlrabi, Lauch, Tomaten, Sellerie, Bohnen, Gurken,Pepperonis, Zucchini, Wirsing, Rosenkohl., Kräuter, Ringelblumen, eine Aubergine :-) und hatten ein paar große Sonnenblumen im veganen Garten stehen!



Biovegan gärtnern Gartenbuch
gewaltlos und vegan gegen Schnecken -Beet mit Schneckenzaun






Mein erstes vegan gedüngtes Beet
   Ermutigung für GartenanfängerInnen:

 Habe ich etwa den grünen Daumen?( oder hat den nicht jede**r ?)

Meine Mutter meinte, ich habe vielleicht den grünen Daumen meiner Uroma geerbt. Ich glaube jedoch, einen grünen Daumen hat im Grunde jeder, oder einfach gesagt, es hat ihn, wer diese Arbeit mag und sich um die Pflanzen, wenn er "sie liebt" , auch kümmert ! Ich kann keine Pflanze, die Wasser braucht, stehen lassen, ohne sie zu gießen. Habe schon mal den Beamten auf der Meldestelle, wo ich warten musste, um meinen Wohnsitz anzumelden, gebeten, den verdurstenden Büro-Gummibaum zu gießen. Er war sogar sehr nett, tat es und erklärte seine Kollegin sei im Urlaub und er bemerke die Pflanze nicht. Wem so eine Situation bekannt vorkommt, der wird bestimmt viel Freude an einem Garten oder Balkonpflanzen haben!
Gurken biovegan gedüngt ( ohne Tierprodukte)
Gemüse aus dem veganen Garten


Schnittlauch veganer Garten
Schnittlauchblüten sind auch essbar, passen toll zu veganem Quark



Ende Februar kann schon mit der Aussaat von einigen Pflanzen begonnen werden. Dann ist auch Zeit für eine Bodenanalyse und erste Kräuter kann man sehr früh auspflanzen.Die Aussaaterde werde ich selbst mischen. Das wird spannend.Und du schaffst das auch !:-)
Bis dann.
Anmerkung: Nun sind wir im Jahr 2015 und ich kann sagen, dass gärtnern mir immer noch Spaß macht, bzw. sogar heute noch mehr .Mittlerweile ist ein Buch daraus geworden, ein veganes Gartenbuch, in dem garantiert keine Schnecken getötet und alle sanften Methoden beschrieben werden! Erschienen im BLV Verlag und hier erhältlich :peaceful gardening


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