Montag, 22. Februar 2016

Vegane Küche- Das Jahr der Hülsenfrüchte: Braune Linsen - mal ganz lecker !

Das Jahr der Hülsenfrüchte ..
..ist nicht meine Erfindung, sondern das haben wir wirklich!
Da kam mir gleich eine Erinnerung hoch:
Als ich meine Ausbildung zur Naturkostfachberaterin machte, erhielt ich eines Tages den Lehrbrief über Hülsenfrüchte.
Erbsen, Bohnen und Linsen? Oh, das ist ja bestimmt ein kurzer Lehrbrief, dachte ich.
Und war vollkommen überrascht.
vegan
Vegane Hamburger mit Linsen-Pattie
Beim Lernen bekam ich ein Aha- Erlebnis nach dem anderen.Was sich da offenbarte, allein wieviel verschiedene Sorten es gibt, hätte ich nie vermutet. Echt faszinierend ist diese Vielfalt- erstens mal der Sorten, und auch der Eigenschaften.

Ein kurzer Ausflug in den bio-veganen Garten:

Wie zum Beispiel die, dass Hülsenfrüchte, auch Leguminosen genannt, Stickstoff aus der Luft durch ihre Wurzelknöllchen im Boden binden.
Und damit den Boden fruchtbar machen, während sie in ihm wachsen!
Und um beim Gärtnern zu bleiben, dass man Ackerbohnenschrot im Garten und sogar in der großflächigen bio-veganen Landwirtschaft als natürlichen und rein pflanzlichen Dünger verwendet. Zum veganen Garten gibt es hier mehr Infos.
Ackerbohnenschrot als veganer Dünger
Ackerbohnenschrot als veganer Dünger


Das Thema Hülsenfrüchte ist unglaublich komplex!
In diesem Artikel gibt es ein Rezept mit so etwas einfachem wie braunen  Linsen, die ich- wie viele andere bestimmt auch- als zerkochten Eintopf aus der Dose kennen und "lieben" gelernt habe. Dabei gibt es so viel mehr Arten, sie zu geniessen.

Kurze Warenkunde: ( bzw. hier bekomme ich mein Protein her) ;-)
Linsen enthalten bis zu 24 Prozent Eiweiß. Sojabohnen und Lupinen übertreffen diesen hohen Gehalt sogar noch!
Unter der Schale konzentrieren sich die Aromastoffe.
Ausser den braunen Linsen, die auch Tellerlinsen genannt werden und welche hier sehr bekannt sind, gibt es u. a. die etwas kleineren rotbraunen Berglinsen, Rote Linsen, Mignon Linsen, Troja Linsen, Champagne Linsen, Du Puy Linsen und die schwarzen Beluga Linsen.
Ich las in dem Lehrbrief auch, das Linsen in Frankreich schon längst von Feinschmeckern entdeckt wurden.

Braune oder grüne  Linsen - ganz lecker!
Das erste Mal habe ich Tellerlinsen anders zubereitet kennen gelernt, als eine Freundin aus London sie mit Kumin ( Kreuzkümmel ) gekocht hatte. Das war schon mal was ganz Neues und schmeckte richtig gut.
Tellerlinsen sind übrigens frisch geernet grün und werden dann hellbraun bis mittelbraun.

Sehr lecker sind Linsenfrikadellen. Sie schmecken ganz toll im veganen Hamburger mit knusprigen Brötchen plus Salateinlage ( etwa Tomaten, Gurken , Eisbergsalat).
Lecker finde ich auch Frikadellen mit Kartoffelbrei und einem Salat.

Mein kurzes Video zu den knusprigen  Linsenfrikadellen :



vegane Hamburger
Zutaten für vegane Linsenfrikadellen
Rezept : 250g braune oder grüne  Linsen über Nacht einweichen. Dann das Wasser abgießen. 
Die Linsen zusammen mit 2,3 zerkleinerten Frühlingszwiebeln, einer Zwiebel , einer klein geschnittenen Möhre, 2 TL mittelscharfen Senf, Salz, Pfeffer und einem halben Bund Petersilie in d. Küchenmaschine zu einer Masse vermixen. ( geht auch mit einem ganz einfachem Mixer oder Pürierstab). Mit etwas Vollkornbrösel , bzw. Paniermehl binden, falls Bedarf. Zubereitung: zu Kugeln formen, diese in den Bröseln wälzen, leicht platt drücken & in  Bratöl von beiden Seiten braten. 
Andere Kräuter, etwa Oregano oder Majoran - idealerweise frisch vom Balkon oder aus dem Garten- schmecken auch toll dazu.



Noch ein Tipp:

Aus allen Hülsenfrüchten können vitaminreiche Keimlinge gezogen werden.
Angekeimte Hülsenfrüchte sind übrigens besonders gut verträglich.Und Rohköstler können sich aus angekeimten Kichererbsen sogar ein leckeres Hummus machen, da sie die Kichererbsen ja so ungekocht verwenden können.
Hummus
Die Keimlinge werden dann mit Tahin /Sesammus gemischt.
Nur mal am Rande , Sesam hat 7 x soviel Kalzium wie Milch.

Doch zu anderen Linsen-Sorten, sowie zu Bohnen und Erbsen komme ich später in einem weiteren Blogartikel. Das Jahr ( der Hülsenfrüchte) ist ja noch lang .
Bis dahin, alles Gute und viel Spaß beim vegan Kochen und geniessen! :-)

Kommentare:

  1. das 1. Mal, als ich grüne Linsen gekauft habe, dachte ich "ah schön, Linsen mit "Farbe"!:-)
    Aber leider "nein", die grüne Farbe verschwindet einfach so beim Kochen, wie schade!
    Ich bereite auch gerne Vleischpflanzerl, wie man bei uns in Bayern sagt, aus Linsen zu.
    Zu den Kichererbsensprösslingen wollte ich noch sagen, gut wässern und nicht zu lange keimen lassen, die kippen sehr schnell, sind dann richtig schleimig!
    Ich weiche sie ca. 16 Stunden ein und wechsle 2x Wasser. Es entsteht dabei Gas, das dann weggespült wird. Sie brauchen noch 2-3 Tage im Sprossengarten.
    Die Sprossen sollten die doppelte Länge der Erbsen nicht überschreiten, danach werden sie bitter und ungenießbar. Soweit sind sie nach etwa 3 Tagen.
    Danke Susanne für den tollen Bericht :-)
    lg Frizzi

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  2. Danke für den guten Tipp , Frizzi. Ich habe mir überlegt auch noch mal auf Sprossen und Keimlinge in einem Blogtext einzugehen. Finde das immer so toll, besonders, um frische Vitamine im Winter zu haben!

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    1. ich lieb die Sprossen auch, Susanne, ist ein sehr interessantes und gesundes Thema, ich hab auch immer irgendwelche auf der Fensterbank stehen!

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